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Seebestattung

Eine Seebestattung wurde in den früheren Jahren nur den Seemännern zuteil. Der Seemann wurde bei der Seebestattung in ein Tuch gehüllt, mit Eisen beschwert und ohne eine große Zeremonie dem Meer übergeben. Der heutigen Seebestattung geht eine Feuerbestattung voraus, da die Beisetzung im Meer durch eine Urne erfolgt. Auch diese Urnenbeisetzung erfolgt nach einem bestimmten Ritual.

In der heutigen Praxis spielt die Seebestattung nicht die Rolle der bekannten Erdbestattung oder Feuerbestattung, aber möglich ist sie auf jeden Fall. Da eine Urnenbeisetzung und eine vorausgegangene Feuerbestattung durchgeführt wird, müssen auch die, je nach Bundesland, rechtlichen Voraussetzungen erfüllt werden. Da in Deutschland der Friedhofszwang vorliegt, muss auch eine Ausnahmebescheinigung von der zuständigen Ordnungsbehörde für die Seebestattung eingeholt werden.

Eine Seebestattung kann, wie bei der Urnenbeisetzung, anonym oder im Beisein der Angehörigen und Hinterbliebenen auf hoher See stattfinden. Auch bei der Seebestattung können alle Rituale, Erdwurf und Blumenschmuck, durchgeführt werden und auch eine Trauerrede kann gehalten werden. In der Regel wird diese Trauerfeier begleitet mit 8 Schlägen durch die Glocke des Schiffes. Die Urne, die der See übergeben wird, muss aus einem ökologisch abbaubaren Material bestehen. Die Urne wird sich dann innerhalb einer kurzen Zeit auflösen. Der Zeitpunkt der Seebestattung und der Urnenbeisetzung werden wie der Längengrad und der Breitengrad des Ortes der Bestattung auf einer Seekarte verzeichnet. Diese Seekarte wird dann den Angehörigen übergeben.